IP-Adresse:
Informationen IPv6
Was ist IPv6?
IPv6 steht für Internet Protocol Version 6 und ist ein vereinheitlichtes Verfahren zur Übertragung von Daten, vor allem im Internet. Es soll in Zukunft das bisherige IPv4 ablösen.

Warum wird IPv6 eingeführt? Worin liegt der Nutzen?
Der Nutzen liegt in der wesentlich höheren Zahl an möglichen zu vergebenden Adressen, da die IPv4-Adressen zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Es gibt ca. 4 Milliarden IPv4-Adressen, die man zu Beginn des Internetzeitalters für ausreichend hielt. Wegen des unvorhersehbaren Internetwachstums gehen die Adressen nun aber zur Neige. IPv6 bietet ca. 340 Sextillionen verschiedene mögliche Adressen. Des Weiteren geht mit IPv6 eine Vereinfachung und Verbesserung des Protokollrahmens einher, was die Router von Rechenaufwand entlastet.

Wie ist eine IPv6-Adresse aufgebaut?
Die IPv6-Adressen sind um 96 Bit länger als die IPv4-Adressen. Ihre Länge beträgt 128 Bit. Notiert werden die Adressen hexadezimal. Dabei ist die Zahl ist in 8 Blöcken zu jeweils 16 Bit bzw. 4 Hexadezimalstellen unterteilt. Die Blöcke werden durch Doppelpunkte voneinander getrennt.

xxxx:xxxx:xxxx:xxxx:xxxx:xxxx:xxxx:xxxx

Führende Nullen dürfen innerhalb eines Blockes ausgelassen werden (z.B.: xxx:xxxx für 0xxx:xxxx). Auch dürfen mehrere aufeinanderfolgende Blöcke mit dem Wert 0000 ausgelassen werden. Zu erkennen ist dies an aufeinanderfolgenden Doppelpunkten (z.B.: xxxx::xxxx für xxxx:0000:0000:xxxx). Es darf aber innerhalb einer IPv6-Adresse nur einmal aufeinanderfolgende Nullwerte auf diese Weise reduziert werden.

Wann wird IPv6 eingeführt?
Am 6. Juni 2012 fand zwar erneut ein "World IPv6 Day und World IPv6 Launch Day" statt, dennoch wird es anscheinend noch einige Jahre dauern bis IPv6 im vollen Umfang eingeführt wird. Die Einführung ist ein langwieriger Prozess der sich seit Jahren hinzieht und anscheinend auch noch einige benötigen wird. Einige Provider halten sich bis jetzt immer noch zurück. Trotzdem sind die meisten PCs, Smartphones, Router und Betriebssysteme heute schon IPv6 fähig.

Welche Risiken birgt IPv6?
Da bei IPv6 die Adressierung weiterreichend öffentlicher und zeitlich stabiler ist befürchten Kritiker einen Rückgang der Anonymität im Internet. Auch können in Zukunft durch die enorme Anzahl an zur Verfügung stehenden Adressen jedem internetfähigen Gerät dauerhaft eine feste IP-Adresse zugeordnet werden. Die User dieser Geräte sind dann genauer identifizierbar.

Welche Voraussetzungen müssen Nutzer/ Unternehmer/ Hoster bei der Einführung erfüllen?
Da, wie bereits erwähnt, die meisten Betriebssysteme und internetfähigen Geräte bereits IPv6 fähig sind müssen Internetnutzer keine besonderen Voraussetzungen erfüllen. Der Wechsel der IP-Adresse wird bei der Einführung dann vom Provider übernommen.